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Foto: E.Bettscheider  www.summercats.de 

Im Gegensatz zu Wildkatzen, die außerhalb der Paarungszeit ein Einzelgängerleben führen, haben Hauskatzen in den Jahrtausenden ihrer Domestikation die Fähigkeit, soziale Bindungen einzugehen, entwickelt. Viele schätzen die Gesellschaft ihnen bekannter Artgenossen sehr. Auch noch als erwachsene Tiere suchen sie zum Schlafen oft den engen Körperkontakt mit einer befreundeten Mitkatze, ganz wie sie es als Nestjunge mit den Geschwistern gewöhnt waren. Wo es, wie auf vielen Bauernhöfen, eine tägliche Futterration für alle gibt, kommt keine Rivalität auf. Die zur Gruppe gehörigen Tiere kennen sich und fressen mit großer Selbstverständlichkeit dicht beieinander.
Doch wehe einer gruppenfremden Katze, die es wagen sollte, sich hier einzumischen! Neulinge müssen sich ihren Eintritt erkämpfen, ehe sie als Mitglied akzeptiert werden.
 

Bei Kätzinnen kann die soziale Verbundenheit so weit gehen; dass sie sogar ihre Kinder gemeinsam großziehen.

Katzenfreundinnen teilen nicht nur ein Wurflager miteinander, sondern säugen die Kleinen auch wechselseitig, oder die eine Mutter wärmt und umsorgt solange alle Jungen, bis die andere sich ausgeruht hat oder von einem Jagdausflug zurückgekehrt ist.
Soziale Hierarchien
Unter den Katzen einer Region haben nur selten einzelne Tiere eine absolute Vormachtstellung. Für Begegnungen ist in der Regel individuell festgelegt, wer wem bei welcher Gelegenheit welche Vorrechte einzuräumen hat. Wo dies noch nicht klar ist, wird es nach den bestehenden Kampfregeln, in weitgehend ritualisierten Kämpfen, ausgefochten. Die Rangordnung der Kätzinnen untereinander ist meist nicht besonders streng und basiert in erster Linie auf deren Rolle als Mutter. Mit jedem Wurf und vor allem während der Zeit, in der sie Junge führt, steigt der soziale Status einer Kätzin gewaltig an. Wird sie nach einigen Würfen kastriert, rutscht sie im Rang rasch nach unten. Kätzinnen, die kastriert wurden, bevor sie zum ersten Mal Junge hatten, haben keine Chance, jemals einen der höheren Ränge zu bekleiden.
Die Katerhierarchie dagegen unterliegt ganz anderen Gesetzen. Hier geht es nach Verwegenheit und Kampfkraft. Die unkastrierten Kater einer Gegend bilden eine Art schlagende Verbindung oder Bruderschaft. Ein neu zugezogener Bursche oder ein gerade geschlechtsreif gewordener Jungkater muss sich seinen Platz darin erst durch eine Reihe von Kämpfen erringen. Hat er seine "Feuertaufe" bestanden, ist er in die Bruderschaft aufgenommen. Von nun an muss er nur noch kämpfen, wenn er selber einen Ranghöheren herausfordert oder seinerseits von einem Rangniedrigeren herausgefordert wird. Solche Rangkämpfe innerhalb der Bruderschaft laufen zwar mit viel Getöse, aber größtenteils ritualisiert ab, das heißt ohne die Absicht, den Gegner völlig außer Gefecht zu setzen. Die Kater schlagen gezielt gegen die gut gepolsterten und durch dickes Fell geschützten Körperpartien. Ein zerschlitztes Ohr oder andere Blessuren stellen eher einen unglücklichen als einen gewollten Ausgang des Duells dar.

Der Katerkampf

zuerst umkreisen sich die Kontrahenten meist eine Weile

sie drohen sich gegenseitig und schätzen einander ab

wenn keiner weicht, wird der Kampf unter Einsatz von Zähnen und Krallen ausgefochten

Ist das eigene Territorium erobert, wird es vorwiegend auf zwei Arten gekennzeichnet: Urin wird als Duftmarke an Grenzbereichen verspritzt, und sichtbare Kratzspuren werden mit den Krallen an Bäumen und Zäunen angebracht. Innerhalb des eigenen Reviers hat eine Katze ihre bevorzugten Schlaf-, Wach- und Sonnenplätze. Außerhalb dieses Bereichs gibt es gemeinschaftlich genutzte Flächen, wo Katzen Kontakte pflegen oder auf Jagd gehen. Um dorthin zu gelangen, wird ein ausgeklügeltes Wegenetz benutzt, das an den Randbezirken der einzelnen Territorien entlang läuft. Wie im Straßenverkehr gibt es auch hier eine von allen respektierte Regelung: Befindet sich eine Katze auf diesen Pfaden unterwegs, wird ihr jede andere Katze - unabhängig von ihrer Machtposition - den Vortritt lassen.
 
 

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