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Fotos v.li. M.Nolte: www.hexemelani.de    K. Fink: www.mein-coon.de    D. Zesin: www.die-haustiger.de.vu

>>>Jagen, Schnurren, Faullenzen und Köpfchengeben<<< Den Charakter einer Katze zu beschreiben, ist kaum möglich. Es gibt temperamentvolle und phlegmatische Tiere, Choleriker und solche mit sehr stabilem Nervenkostüm, mutige und Angsthasen, launische und immer freundliche. Trotzdem haben Katzen einige grundlegende, hervorstechende Eigenschaften, die arttypisch sind. Für diese Eigenschaften wird die Katze teils bewundert, teils abgelehnt. Katzen leben seit eh und je in erster Linie als Einzelgänger und sind somit keine ausgesprochen sozialen Wesen. Nie verlangte ein Rudel den Tieren Unterordnung ab. Jede Katze war selbst die höchste Instanz und traf alle Entscheidungen für sich. Der Individualismus hat somit bei Katzen Tradition. Bis zum heutigen Tag tut dieser Vierbeiner, was er will, und lässt sich auch innerhalb der Familie keinen Rang zuweisen.
Katzen haben allgemein die Ruhe weg. Sie kommen und gehen auf leisen Sohlen und verbringen einen Großteil des Tages in süßem Schlummer. Man könnte sagen, sie werden kaum bemerkt. Natürlich, in der jugendlichen Sturm- und Drangzeit tobt sich der Minitiger aus - spielt, klettert, erprobt seine Geschicklichkeit. Sind die Jugendstreiche erst überwunden, übt die Katze als Erwachsene eher vornehme Zurückhaltung und liegt lieber faul auf der Haut, als sich durch extreme körperliche Bewegung zu verausgaben.
Eine freilaufende Katze konzentriert ihre gesamte Energie auf die Jagd und eventuelle Rivalitätsstreitigkeiten. Die Wohnungskatze dagegen muss ihre angestauten Energien bei gelegentlichen Temperamentsausbrüchen loswerden. Stubentiger verhalten sich nicht nur ruhig, sondern strahlen auch eine innere Ruhe aus. Die Katze ist ein äußerst sensibles Haustier, man kann nichts vor ihr verbergen. Sie empfängt nicht nur Signale der Natur sondern spürt auch Veränderungen im Haus. Eine fröhliche Stimmung wirkt sich ebenso auf die Katze aus wie Ärger oder Kummer. Ob sich dieser Hausgenosse mit dem Menschen freut, bleibt dahingestellt. Aber er fühlt sich auf jeden Fall wohl und zeigt dies auch. Schon vielfach bewiesen hat die Katze ihr Talent zum Seelentröster. Wenn sie spürt, dass ihr Mensch traurig ist, behandelt sie ihn besonders liebevoll und aufmerksam. Sie hört sogar geduldig zu, wenn sich ihr Freund den Kummer von der Seele spricht und macht niemals Vorwürfe. Schlägt aber die >>sonnige Atmosphäre<< in Gewitterstimmung um, ist der Minitiger lange vor dem ersten Donnergrollen verschwunden.
Was macht Miezi am Liebsten?

Schmusen

 
Foto: Melani Nolte
www.hexemelani.de
Der Begriff Schmusekatze hat durchaus seine Berechtigung. Befreundete Tiere schmusen oft ausgiebig miteinander, und noch viel intensiver wird der vertraute Mensch als Schmusepartner angenommen. Doch auch hier bleibt sich die Katze treu. Sie möchte allein bestimmen, zu welchem Zeitpunkt und wie lange Zärtlichkeiten ausgetauscht werden. Im richtigen Moment nimmt die Katze Zuwendungen genussvoll entgegen. Sie lässt sich streicheln, kraulen und tätscheln, wobei vor allem der Hals und der Bauch lustbetonte Zonen sind. Sie kneift die Augen zu, dehnt sich wonnig, spreizt die Zehen, rollt sich auf den Rücken, streckt alle Viere von sich und schnurrt voll Behagen. Manchmal umfängt sie mit den Pfoten die liebkosende Hand, beißt ganz vorsichtig hinein oder leckt zufrieden mit der kleinen Reibeisen-Zunge. Die Katze lässt sich nicht nur verwöhnen, sondern gibt auch Zärtlichkeit zurück.
Und das nicht zu wenig!
 

Spielen

 
Foto: Melani Nolte
www.hexemelani.de
Katzen spielen für ihr Leben gern. Hält sich Ihre Katze nur in der Wohnung auf, wird sie vollkommen unterfordert sein, wenn Sie sich nicht mit ihr beschäftigen. Außerdem ist das Spiel für die Katze sehr wichtig. Sie übt dabei das Verhalten und die Bewegung beim Jagen. (Hier finden Sie mehr Infos zum Jagdtrieb) Sie kann sich anschleichen, angreifen, springen und fliehen. Hat sie dazu keine Möglichkeit, wird sie sich furchtbar langweilen. Denken Sie aber immer daran, die Hand nicht als Spielobjekt zu benützen, Sie könnten sich verletzen, und die Hand sollte nur zum Streicheln da sein.

Kleine Kunststücke
Es gibt Katzen, die lieben das Einüben kleiner Kunststücke, da es für sie Abwechslung bedeutet. Sie können sie aber nicht dressieren wie den Hund, denn wenn die Katze nicht will, wird sie auch nicht mitmachen. Voraussetzung ist das tägliche Üben, aber nur, wenn es der Katze Spaß macht. Loben Sie sie ausgiebig nach jeder Übung.

Männchen machen
Die Katze sitzt vor Ihnen. Halten Sie ihr nun einen Leckerbissen vor das Mäulchen. Heben Sie ihn immer höher, bis die Katze sich aufrichtet. Sitzt sie nun auf den Hinterbeinen, bekommt sie die Belohnung mit ihrem Kommando Auf. Üben Sie so lange, bis sie den Trick begriffen hat.

Das Balancieren
Legen Sie eine Holzlatte zwischen zwei Stühle, achten Sie aber darauf, dass sie fest aufliegt. Setzen Sie die Katze auf einen Stuhl, und locken Sie sie dann mit einem Leckerbissen über die Latte.

Die Katze springt durch einen Reifen
Nehmen Sie einen Reifen, und halten Sie ihn auf dem Boden vor der Katze. Locken Sie nun die Katze mit einem Leckerbissen. Springt sie, geben Sie ihr das Kommando Spring, dann bekommt sie die Belohnung. Hat die Katze das begriffen, halten Sie den Reifen nach und nach höher.

Das Verstecken
Katzen spielen auch sehr gern Verstecken. Dazu hocken Sie sich auf den Boden und schleichen sich leise zur Katze. Durch ihr feines Gehör wird sie sofort aufmerksam werden und schnell hinter dem erstbesten Gegenstand Deckung suchen. Sind Sie wieder in ihrem Blickfeld, wird sie sicherlich sofort davonlaufen. Sie laufen eine kurze Strecke nach, jetzt sind Sie daran, sich zu verstecken. Nach einer kurzen Zeit kommt die Katze sicher wieder zurück, um Sie zu suchen, sie ist ja sehr neugierig. Hat sie dieses Spiel verstanden, wird sie es immer wieder spielen wollen.

Ballspiele
Alle Katzen lieben Ballspiele. Befestigen Sie an einer Stange eine kurze Schnur, und daran hängen Sie einen Ball oder ein Glöckchen. Halten Sie jetzt den Ball vor die Nase des Kätzchens, und bewegen Sie ihn mit Hilfe der Stange nach oben oder zu einer beliebigen Seite. Die Katze wird mit den Pfoten danach schlagen und versuchen, ihn zu fangen.

Mit was beschäftigt Sie Ihre Katze am Liebsten? Basteln Sie Spielsachen für Ihren Schmusetiger selbst? Schicken Sie uns Ihre Spielideen an: feedback at hauspuma.de! (Spamschutz: bitte at durch @ ersetzen)
Jagen
Katzen sind Raubtiere - auch dann, wenn sie in menschlicher Obhut heranwachsen. Der Jagdinstinkt sitzt tief, und jede Katze gehorcht ihm. Ganz allgemein löst die Befriedigung von Instinkten ein Lust­gefühl aus, und deshalb gerät die Katze beim Jagen oder schon bei der Aussicht auf eine erfolgreiche Jagd in Hochstimmung. Selbst die gezüchtete Rassekatze, die seit Generationen keine Maus mehr zwischen den Krallen hatte, kennt das Jagdfieber. Klicken Sie hier und lesen Sie mehr zum Thema jagen!
Faulenzen
Die Katze scheint das Faulenzen erfunden zu haben. Nach erfolgreicher Jagd, dem Liebesabenteuer oder einem erbaulichen Spielchen begibt sich das Tier zur wohlverdienten Ruhe. Es beherzigt stets den Grundsatz: Genug getan für heute, blinder Eifer schadet nur. Über 60% ihres Lebens verschlummert die Katze.
Klicken Sie hier, um mehr zum Thema Katzenschlaf zu erfahren!

Foto: www.russisch-blau-in-gera.de

Lieben
Für die Katze ist die Liebe wie ein Feuer, das ständig glüht und zwischendurch hoch auflodert. Kater sind allzeit zu Eroberungen bereit. Vor allem im Frühling und im Herbst packt die Tiere eine starke Unruhe. Sie streunen herum und sind auf der Suche nach einer hübschen Kätzin. Oft kommt solch ein Kater auf Freiersfüßen nächtelang nicht nach Hause und erscheint nur ein paar Stunden am Tag, um zu fressen und in erschöpften Schlaf zu fallen. Hat er schließlich eine Kätzin gefunden, die demnächst in die Hitze (dauert zwischen 15 und 21 Tagen, bei unkastrierten Stubenkatzen alle paar Wochen) kommt, weicht der Kater nicht mehr von ihrem Haus.
Zu seinem Ärger schwärmen noch einige Artgenossen für die gleiche Katzendame. Die erregten Kater bedrohen sich gegenseitig mit für Menschenohren wüstem Geschrei, bleiben aber alle eisern auf dem Posten. Ist die Katze draußen ruft sie sehnsüchtig nach einem Kater, falls keiner in der Nähe ist. Stehen die Freier jedoch Schlange, zeigt ihnen die Kätzin zuerst mal die kalte Schulter und die Kater geraten beim Anblick ihrer Auserwählten erst recht in Rage. Es entstehen Raufereien, doch der ruhmreiche Sieger macht auf die Dame keinerlei Eindruck. Sie sucht sich ihren Partner nach eigenen Gesichtspunkten aus.
Foto: www.kleinrainer.de
Hat Miezi sich endlich entschieden, so besitzt ihr neuer Freund allerdings noch lange keine Privilegien. Als Einzelgänger sind es Katzen gewohnt, die Individualdistanz zum Artgenossen zu achten. Einander fremde Tiere kommen sich deshalb nicht so ohne weiteres hautnah. Um ihre Scheu zu überwinden, pflegen sie ein ausgiebiges Liebesspiel. Auf die ersten Annäherungsversuche des Katers reagiert die Kätzin sehr kühl. Sie läuft weg, aber nicht ohne sich zu versichern, dass er auch ganz bestimmt folgt. Wird er zu aufdringlich, gibt´s paar mit der Pfote. Erst wenn sich der angehende Liebhaber in manierlich benimmt, darf er etwas näher rücken. Nun sitzen die Tiere beieinander und beginnen ihr  Liebesgeflüster (maunzend und gurrend), was sich über mehrere Tage hinziehen kann. Allein die Kätzin bestimmt, wann letztendlich die Paarung stattfindet. Durch die erste Paarung kommt eine Kätzin so richtig in Fahrt. Einmal erscheint ihr nicht genug, und nun ist sie es, die den Kater mit aller Raffinesse umwirbt. Sie stellt ihre Reize zur Schau, schmeichelt, reibt das Köpfchen an ihm, wälzt sich auf den Rücken, geht erneut in Begattungsstellung usw. Manchmal lässt sich der Kater überreden, oft jedoch zieht es ihn bereits zur nächsten Braut. Die verlassene Kätzin nimmt das weiter nicht krumm, sondern sucht sich ebenfalls einen neuen Partner.
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