Pampaskatze
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Merkmale
Vom Erscheinungsbild her unterscheiden sich die Pampaskatzen in den unterschiedlichen Regionen Südamerikas recht stark. Dies führt zu den unten geschilderten Schwierigkeiten bei der Klassifikation.
Die Farbpalette der Fellfärbungen reicht von schwarz über gelblich bis hellgrau. Das Fell ist stellenweise sehr lang und führt zu einem Mähnen-Effekt, der die Katze größer erscheinen lässt, als sie wirklich ist: Die Pampaskatze hat eine Kopfrumpflänge von etwa 70cm und eine Schwanzlänge von etwa 30 cm. Die Schulterhöhe beträgt etwa 60 cm, das Gewicht ausgewachsener Pampaskatzen liegt zwischen drei Kilogramm (in freier Natur) und bis zu sieben Kilogramm (in Gefangenschaft).
Lebensraum
Die Pampaskatze lebt in den Grasebenen von Südbrasilien bis Patagonien, aber auch den Andenregionen des südlichen und mittelwestlichen Südamerikas (von Ecuador südwärts). Sie ist sowohl in offenen Landschaften als auch in gemäßigten Wäldern heimisch.
Lebensweise
Die Pampaskatze ist vorwiegend nachtaktiv. Sie ernährt sich von kleineren Nagetieren, beispielsweise Meerschweinchen, und von kleineren bodenlebenen Vögeln. An den patagonischen Küsten haben sich Pampaskatzen auf den Raub von Pinguineiern und -küken spezialisiert. Zudem gibt es immer wieder Berichte von Pampaskatzen, die Geflügelgehege plündern.
Die Pampaskatze paart sich in der Zeit von April und Juli. Ein Wurf hat ein bis drei Junge.
Bedeutung und Nutzung
Die Pampaskatze wird als gefährdet angesehen und ist im Anhang B des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen geführt.
Taxonomie
Die Pampaskatze wird als Oncifelis colocolo klassifiziert; daneben findet man gelegentlich den älteren Namen Felis colocola sowie die alternative Klassifikation als Lynchailurus pajeros.
Man unterscheidet geografisch folgende Unterarten (nach Wozencraft, 1993):
- Oncifelis colocolo colocolo in Zentralchile
- Oncifelis colocolo braccata in Zentralbrasilien
- Oncifelis colocolo braccata im nordwestlichen Argentinien
- Oncifelis colocolo crespoi ebenfalls im nordwestlichen Argentinien
- Oncifelis colocolo garleppi in Südperu und Westbolivien
- Oncifelis colocolo pajeros in Zentralargentinien
- Oncifelis colocolo thomasi in Ecuador und Nordperu
Nach García-Perea, 1994, handelt es sich bei der Pampaskatze in Wahrheit um drei Arten, die zusammen die Gattung Lynchailurus bilden. Dies sind:
- Lynchailurus colocolo, groß, in Chile an der Westseite der Anden
- Lynchailurus pajeros, mittelgroß, mit der größten Verbreitung von Ecuador durch ganz Argentinien bis nach Patagonien.
- Lynchailurus braccatus, klein, in feuchten und warmen Grasländern Brasiliens, Paraguays und Uruguays.
Trivia
Eine der spanischen Bezeichnungen der Art, 'gato pajero', stand Pate für den Namen eines japanischen Geländewagens, den Mitsubishi Pajero.
Quelle:

