Katzenfamilie

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Die Katzen gehören wohl zu den Tierarten, die die Menschen von jeher fasziniert haben. Unter ihnen finden wir eine ungeheure Artenvielfalt, die durch ihre prachtvollen Erscheinungsbilder unsere Aufmerksamkeit immer wieder neu erregt.

Die Familie der Katzen (Felidae) ist eine sehr erfolgreiche Säugetierfamilie. Die 36 verschiedenen Mitglieder der Familie haben alle Kontinente ausser Australien und Antarktika besiedelt und haben sich überdies in die unterschiedlichsten Lebensräume eingepasst: Man kann ihnen in der afrikanischen Trockenwüste ebenso begegnen wie im europäischen Grasland, im asiatischen Regenwald ebenso wie im amerikanischen Hochgebirge. Das «Erfolgsrezept» der Katzen besteht zur Hauptsache darin, dass sie sich im Laufe ihrer Stammesgeschichte zu vollendeten Beutegreifern entwickelt haben. Von all den verschiedenen Tierfamilien, welche in der Ordnung der Raubtiere (Carnivora) zusammengefasst werden, sind sie die «karnivorste», das heisst die am meisten von Frischfleisch lebende. Die Katzen stellen gewissermassen die höchste Entwicklungsstufe der Raubtierordnung dar.

Die Meinungen der Fachleute über die verwandtschaftlichen Beziehungen der 36 Katzenarten untereinander gingen lange Zeit aus diversen Gründen stark auseinander. Um dem «Streit der Gelehrten» aus dem Weg zu gehen, hielten sich in jüngerer Zeit viele praxisorientierte Zoologen an eine verhältnismässig einfache Unterteilung der Katzenfamilie in erstens 5 Grosskatzen, zweitens 29 Kleinkatzen (worunter die Afrikanische Goldkatze) und drittens 2 Sonderfälle. Die Grosskatzen wurden in der Gattung Panthera und die Kleinkatzen in der Gattung Felis zusammengefasst, während die Mittelkatzen Nebelparder und die «Sprintkatze» Gepard je einer separaten Gattung (Neofelis bzw. Acinonyx) zugeordnet wurden. Dass diese simple Gliederung weder die Formenvielfalt der Katzen noch die stammesgeschichtlichen Verhältnisse innerhalb der Familie korrekt zum Ausdruck brachte, war zwar unbestritten. Dennoch bildete sie ein sinnvolles Arbeitsprovisorium.

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