Gehör

aus Katzenlexikon, der freien Wissensdatenbank

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  • Katzen verfügen über ein ausgezeichnetes Gehör. Der Frequenzbereich geht hierbei bis etwa 65.000 Hz, was den des Menschen um mehr als das Dreifache übersteigt. So kann sie jedes leiseste Geräusch vernehmen, wie z. B. das Piepsen und Trappeln einer Maus. Sie nimmt selbst auf größere Entfernung noch winzige Geräusche wahr - das Trippeln von Mäusepfoten auf dem Boden, das leise Piepsen junger Mäuse im Nest in 15 bis 20 m Distanz. Die Ohren sind wahre Schalltrichter, denen nichts verborgen bleibt. Sie lassen sich getrennt voneinander in jede Richtung drehen und fangen selbst in - für menschliche Verhältnisse - absoluter Stille noch zahllose Informationen auf. Verständlich, dass ein Tier mit solch empfindlichem Gehör Lärm jeder Art nicht ausstehen kann. In vielen Fällen kann die Katze mit Hilfe ihrer Ohren Ereignisse >vorhersehen<. So erlauscht sie, wann ihr Frauchen oder Herrchen nach Hause kommt, weil sie seine Schritte auf der Treppe von denen sämtlicher Nachbarn unterscheidet. Oder weil sie aus zig Motoren vor dem Haus selbst dann das Auto "ihres« Freundes heraushört, wenn mehrere gleiche Modelle vorfahren. Taubheit trifft man als Erbfehler relativ häufig bei Katzen mit blauen Augen. Ansonsten verringert sich das Hörvermögen - wenn überhaupt - erst im Alter. Dann bleiben der Katze noch immer Augen und Tastsinn, um sich zu orientieren. Und sollte sie taub und gleichzeitig blind sein, führt sie allein mit Hilfe des Tastsinns noch immer ein fröhliches Leben.
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