| |
| |
 |
|
| |
| Ein
verantwortungsvoller Katzenbesitzer wartet nicht einfach
ab, ob das Tier die betreffende Krankheit überhaupt
bekommt, sondern sorgt vor, indem er seine Katze impfen
lässt. Denn ist eine Infektionskrankheit erst mal
ausgebrochen, ist die nur schwer in den Griff zu bekommen
und endet nicht selten mit dem Tod. Auch reine
Wohnungskatzen sollten regelmäßig geimpft werden, da
Krankheitserreger z.B. über Schuhe in die Wohnung gelangen
können. |
| |
|
|
 |
|
|
Mein folgende Impfplan
soll als Orientierungshilfe dienen. |
|
zurück |
|
|
|
| |
Lieber
Zweibeiner, Bestehe beim Kauf eines Kätzchens auf einen
tierärztlich ausgefüllten Impfpass, damit sich alle Impfungen
nachvollziehen lassen.
Liegt kein Impfpass vor, so gehe sicherheitshalber davon aus,
dass die Katze, die erforderlichen Impfungen nicht erhalten hat.
Eine Doppelimpfung wäre nicht gefährlich. Lass´ dich in jedem
Fall von deinem Tierarzt beraten! |
|
Art der
Impfung |
Zeitpunkt |
Impfung gegen |
|
Grundimmunisierung |
8. Lebenswoche |
Katzenseuche, Katzenschnupfen, FeLV |
|
(Jungkatze) |
|
|
| |
12. Lebenswoche |
Katzenseuche, Katzenschnupfen, FeLV, Tollwut |
|
|
|
|
ab
16. Lebenswoche |
FiP |
|
|
3 Wochen später |
FiP |
| |
|
Grundimmunisierung
(erwachsene
Katze) |
nach Eingewöhnung |
Katzenseuche, Katzenschnupfen, FeLV, Tollwut oder
Katzenseuche, Tollwut |
|
|
4 Wochen später |
Katzenschnupfen, FeLV, FiP |
| |
|
Wiederholungsimpfungen |
jährlich |
Tollwut, Katzenschnupfen, FeLV,
FiP |
|
(für alle
Katzen) |
alle
2 Jahre |
Katzenseuche |
|
|
|
|
|
|
 |
| |
|
|
| |
Wir möchten auf die
neuen Studien bzw. Erkenntnisse zum Thema Impfungen bei Tieren
hinweisen. Wie Sie sich entscheiden, liegt letztendlich in Ihrem
Ermessen. Fragen Sie Ihren Tierarzt! |
|
| |
|
NEUE
ERKENNTNISSE ZUM THEMA IMPFEN |
Drei-Jahres-Impfungen in den USA – ein nachahmenswertes
Vorbild?
In den USA bestehen seit Ende 1997 neue Impfrichtlinien für
Katzen, die von Tierarztfachverbänden erarbeitet wurden. Sie sehen
nur noch alle drei Jahre Auffrischimpfungen gegen Schnupfen und
Seuche vor. Das ist jedoch nur ein Kompromiss, weil auch diese
Impfungen sehr viel länger als drei Jahre halten. Wer ängstlich
ist, kann sich an das US-Modell halten. Das ist jedenfalls besser,
als das Immunsystem des Tieres jedes Jahr unnütz mit
Mehrfachimpfungen zu belasten. Je häufiger geimpft wird und je
mehr Impfstoffe auf einmal gegeben werden, desto höher das
Impfsarkom-Risiko. |
Die wichtigste Impfung für die Katze und ihre Schutzdauer:
Katzenseuche (Panleukopenie, felines Parvovirus = FPV): Lebend-
oder inaktivierter Impfstoff. Nach Grundimmunisierung (zwei
Impfungen im Welpenalter) hält der Schutz mindestens 7,5 Jahre,
wahrscheinlich lebenslang. Die Impfung ist auch bei Wohnungskatzen
sinnvoll, da der in der Umgebung sehr stabile Erreger vom Menschen
eingeschleppt werden kann.
Impfungen, die bedingt sinnvoll sind:
1. Katzenschnupfen
a) Felines Herpesvirus (FHV), auch Rhinotracheitisvirus genannt;
Lebend- oder inaktivierter Impfstoff. Die Impfung verleiht keine
sterile Immunität, geimpfte Katzen können sich infizieren und
erkranken. Dauer der (eingeschränkten) Schutzwirkung von
FHV-Impfstoffen: bis zu 7,5 Jahre (inaktivierte Vakzine).
b) Felines Calicivirus (FCV): Die schlechte Schutzwirkung aller
derzeit am Markt befindlichen Impfstoffe (lebend oder inaktiviert)
ist wissenschaftlich belegt. Caliciviren kommen in vielen
Varianten vor, in der Regel schützt die Impfung nicht mehr gegen
die im Feld auftretenden Stämme. Lebendimpfviren können im
Impfling mutieren und andere (geimpfte!) Artgenossen infizieren.
Seit Einführung der Calici-Impfung wird das Virus viel häufiger
nachgewiesen als zuvor. Neue Calici-Impfstoffe sind angeblich in
der Entwicklung. Da alle erhältlichen Katzenschnupfen-Vakzinen
auch FCV enthalten, ist die Calici-Impfung nicht zu umgehen, wenn
man gegen FHV impfen läßt.
2. Felines Leukämievirus (FeLV, oft unzutreffend als „Leukose“
bezeichnet):
Sinnvoll allenfalls bei
Jungtieren, bei denen ein Kontakt mit FeLV-infizierten Artgenossen
nicht auszuschließen ist. Schutzwirkung der verschiedenen
Impfstoffe sehr unterschiedlich, je nach Studie und Impfstoff von
100 bis nur 4,8 Prozent. Auch regelmäßig FeLV-geimpfte Katzen
können sich bei Dauerkontakt mit Virusausscheidern infizieren und
an FeLV erkranken. Neuzugänge in Katzengruppen sollten getestet
sein. Vorsicht: Testergebnisse sind bei gesunden Katzen oft
falsch-positiv, daher ggf. nachtesten lassen. Ausgewachsene Tiere
besitzen eine gute körpereigene Abwehr gegen FeLV, die
allermeisten werden bei kurzem Erregerkontakt damit selbst fertig.
FeLV-Impfstoffe verursachen zusammen mit Tollwutimpfstoffen die
meisten Impfsarkome. Schutzwirkung (der besseren Produkte) nach
Grundimmunisierung mindestens drei Jahre.
Impfungen, von denen abzuraten ist:
1. Chlamydien (bakterieller Erreger Chlamydia psittaci): In
einigen Seuche-Schnupfen-Kombi-Impfstoffen enthalten. Notorisch
schlechte Schutzwirkung, relativ hohe Nebenwirkungsrate, weil
Ganzkeim-Impfstoff (überdurchschnittliches Risiko von
Unverträglichkeitsreaktionen).
2. Impfstoff gegen FIP (Feline Infektiöse Peritonitis): Miserable
Schutzwirkung wissenschaftlich erwiesen. Die Impfung kann den
Ausbruch der Krankheit sogar fördern. Bei den meisten Katzen ist
die Impfung sowieso sinnlos, da sie bereits infiziert sind mit dem
meist harmlosen felinen Coronavirus (= Vorläufervirus des
FIP-Erregers, der sich jeweils in der einzelnen Katze bildet, in
der Regel bei Jungtieren unter starkem Streß).
Sonderfall Tollwut:
Tollwutimpfstoffe schützen mindestens drei Jahre. Weil die
deutsche Tollwut-Verordnung aber nur die jährliche Nachimpfung als
Tollwutschutz gelten läßt, kann darauf schlecht verzichtet werden,
vor allem in tollwutgefährdeten Bezirken. Freilaufende Katzen ohne
gültigen Tollwutschutz können bei Kontakt mit einem
tollwutinfizierten Wildtier oder nach einem Kratz- oder
Beißvorfall von Amts wegen eingeschläfert werden. In den USA, wo
es viel mehr Wildtollwut gibt als bei uns, gilt überwiegend die
dreijährliche Impfung – das wäre hierzulande auch ohne weiteres
möglich. Die Impfung wird auch bei grenzüberschreitenden Reisen
und auf Ausstellungen verlangt. Tollwutimpfstoffe verursachen die
meisten Impfsarkome.
Nebenwirkungen von Impfungen:
1. Anaphylaktische (allergische) Reaktionen:
Anaphylaktischer Schock unmittelbar nach der Impfung, muß sofort
vom Tierarzt mit Antischockmitteln behandelt werden;
Durchfall und Erbrechen (manchmal blutig und mitunter tödlich)
2. andere Reaktionen:
Impfsarkom: Tumor an der Impfstelle, Häufigkeit: 1 bis 10 Fälle
pro 10.000 Impfungen, führt auch bei optimal ausgeführter
großräumiger Operation fast immer zum Tode.
Bewegungsstörungen, zentralnervöse Störungen
(Seuche-Schnupfen-) Impfstoffe, die mittels
Katzennierenzellkulturen hergestellt werden, sind möglicherweise
(Mit-) Verursacher des heutzutage bei Katzen immer häufiger
auftretenden chronischen Nierenversagens wg. Bildung von
Autoantikörpern gegen das eigene Nierengewebe. (Studien dazu an
der Purdue-Universität derzeit in Arbeit.) |
|
Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Sie unter
www.haustierimpfung.de |
| |
|
|
| |
|
|
|
|