Eine Kastration bei Katzen ist aus folgenden Gründen ratsam:

Einmal wird dadurch verhindert, dass sich die Tiere unkontrolliert vermehren. Der Geschlechtstrieb bei Kastraten erlischt.
Hintergrund: Eine Katze kann schon mit 1 Jahr ihren ersten Wurf zur Welt bringen. Nach einer kurzen Tragzeit von 2 Monaten gebiert sie drei bis acht Jungkätzchen und wird unter Umständen schon 14 Tagen nach der Geburt erneut schwanger. Dies macht deutlich, in welchem Ausmaß die Katzenpopulation ansteigen kann. Gerade bei verwilderten Hauskatzen ist ein millionenfaches Katzenelend unausweichlich, wenn der Mensch nicht in das natürliche Fortpflanzungsgeschehen eingreift.

Zweitens hat bei Hauskatzen mit Freilauf der Wegfall des Geschlechtstriebs zur Folge, dass die Tiere oft in ihrem engeren Wohnbereich/Revier bleiben. Sie benehmen sich insgesamt vorsichtiger, werden seltener in Kämpfe mit Artgenossen verwickelt und die Infektionsgefahr durch Sexualkontakte sinkt enorm.
Hintergrund: Vor allem frei lebende Kater entwickeln ein ausgeprägtes Sexualleben. In der Brunstzeit streunen sie tagelang umher und haben häufig wechselnden Geschlechtsverkehr mit oft kranken Katzen. Ein nicht kastrierter Kater übersteht kaum einmal zwei Jahre seines Geschlechtslebens, bevor ihn ein Infektions- oder Unfalltod ereilt. Er sieht meist erbärmlich aus, ist abgemagert, parasitenbefallen und häufig voller Verletzungen.

Ein Kastrat hingegen besitzt meistens eine hervorragende Kondition, ein glänzendes Fell und ein ausgeglichenes Wesen. Kastrierte Kater und Kätzinnen erreichen mit 20 Lebensjahren bisweilen das zehnfache Alter eines unkastrierten Tieres.

Und: Unkastrierte rollige Katzen werden von einer rastlosen Unruhe befallen, wälzen sich auf dem Boden, schreien und sind unsauber. Für Katzenhalter kann dieses Verhalten strapazierend sein. Wird die Katze während ihrer Rolligkeit nie von einem Kater gedeckt, treten manchmal auch hormonelle Störungen auf, die sich in einer Dauerrolligkeit und Erkrankungen der Eierstöcke und der Gebärmutter, zum Beispiel Gebärmutterentzündung, niederschlagen.

Unkastrierte potente Kater können in aller Regel überhaupt nicht auf Dauer in der Wohnung gehalten werden. Kaum ein Mensch erträgt ihr Markierverhalten - das Harnspritzen - , das mit intensiven Duftnoten einhergeht.

Quelle: 3sat 0nline

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