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Allgemeine Infos zur Anatomie |
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244 Knochen und
512 Muskeln sorgen dafür, dass die Katze sehr beweglich,
schnell und geschmeidig ist. Hals-, Brust- und Lendenwirbel
sind äußerst flexibel angeordnet, dadurch kann sich die Katze
praktisch vom Kopf bis zu den Hinterbeinen fast unbegrenzt
drehen und wenden. Zum Putzen dreht sie den Kopf um bis zu 180
Grad, sie kann einen starken Buckel machen, aber ihren
gesamten Körper auch weit strecken, etwa bei einem größeren
Sprung. Sie hat an den vorderen Beinen je fünf, an den
hinteren je vier Ballen und Krallen, auf denen sie wie auf
Zehenspitzen laufen kann. Die Hornhaut auf den Ballen sorgt
für den notwendigen Halt, die darin eingebetteten Fettzellen
und das dichte Fell zwischen den Zehen lassen die Tatzen wie
breite Samtpfoten anfühlen und ermöglichen der Katze, sich
fast völlig lautlos zu bewegen und an ihre Beute
anzuschleichen. |
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Ihre messerscharfen, nach hinten gekrümmten Krallen sind
neben den Reißzähnen die wirksamsten Waffen des kleinen
Raubtiers. Die etwa 5 Millimeter langen Krallen werden
aber beim Laufen und Springen in die taschenförmigen
Ballen zurückgezogen: Dadurch werden sie geschont, denn
sie haben beim Laufen keine direkte Bodenberührung wie die
Krallen eines Hundes und nutzen sich nicht so schnell ab.
Die Krallen bleiben auch durch die tägliche Selbstpflege
der Katze immer spitz und scharf und stets einsatzbereit.
An einem Kratzbaum oder einer Wand feilt sich die Katze
ihre vorderen Hornkrallen zu Recht und hält sie damit auf
der richtigen Länge; die hinteren Pfoten werden mit den
Zähnen gepflegt. Die Verteidigung gegen Angriffe
verdeutlicht die Kraft und die Schärfe der vorderen Beine
und Krallen. |
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Auch größeren Angreifern kann die Katze empfindliche
Wunden beibringen Hunde sind deshalb meist sehr
vorsichtig, wenn sie einer fremden Katze begegnen. Im
Vergleich zu den vorderen Beinen sind die hinteren mit der
doppelten Kraft ausgestattet. Das erlaubt der Katze enorme
Sprünge. |
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Das Fell wird ständig von zahlreichen Talgdrüsen gefettet und ist deshalb Wasser abstoßend, geschmeidig und widerstandsfähig. Es setzt sich aus verschiedenen Haarsorten zusammen. Das Oberhaar ist von kurzer, flockiger Wolle unterfüttert. Diese Unterwolle sorgt für die Wärmeregulierung und passt sich den klimatischen Bedingungen an. Eine Katze, die sich nur mal zwischendurch die Pfoten vor der Tür vertritt und sonst hinterm warmen Ofen liegt, kommt mit einer dünnen Unterwolle aus. Die Streunerin dagegen braucht einen dicken Schutz. Generell ist die Unterwolle natürlich im Sommer dünner als im Winter. Alle Haare stecken so in der Wurzel, dass sie am Körper nach hinten beziehungsweise am Hals und an den Pfoten von oben nach unten zeigen, damit das Wasser auf dem Fell ungehindert ablaufen kann, und die Katze wird bei einem Regenguss nicht so schnell pitschnass. Im freien Gelände erlaubt der Fellstrich ein ungebremstes Durchschlüpfen durch Gestrüpp, enge Durchgänge usw., wobei sich Kletten, Zweige oder ähnliches nicht so leicht verhaken können. |
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Die inneren Organe
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Die
Verdauungsorgane
beweisen, dass die Katze ein Fleischfresser ist. Sie
frisst zwar auch in geringen Mengen pflanzliche Kost, doch zum
Vegetarier taugt sie nicht. Der rohrförmige Magen
ist wie ein U gebogen und im Sättigungszustand etwa
so groß wie eine Faust. Also sollte die Katze am Tag
etwa eine "Faust-Menge« fressen. Der Magen
produziert so scharfe Verdauungssäfte, dass Milch
sofort gerinnt. Geronnene Milch wird schwer verdaut,
deshalb sollte man Katzen besser nur Wasser zum
Trinken geben. Als Fleischfresser besitzt die Katze
einen relativ kurzen Darm von 1 bis 1,5
Meter Länge.
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Das Katzenherz schlägt pro Jahr mehrere Millionen Male und pumpt hierbei jedes Teilchen der etwa 330 ml Blut (bei einer etwa 5 kg schweren Katze) alle 7-10 Sekunden einmal durch den Katzenkörper. Es reagiert hierbei auf elektrische Impulse, Hormone und körpereigene Chemikalien. Zwischen 15 und 20 Prozent des Blutes benötigt die Katze zur Versorgung ihres Gehirns. Das übrige Blut wird dem "restlichen" Körper zur Verfügung gestellt. Sofern es erforderlich wird, z.B. auf der Jagd oder wenn die Katze fliehen muss, können allerdings bis zu 90 Prozent des Blutes aus den inneren Organen und sogar aus dem Gehirn abgezogen und den Muskeln zugeführt werden.
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Das Gehirn der Katze wiegt zwischen 26 und 32 g und macht damit rund ein Prozent des Körpergewichts aus. Die Aufgabenbearbeitung im Gehirn ist auf verschiedene Bereiche aufgeteilt. Das Großhirn ist der Sitz des "Bewusstseins". Im Stirnlappen werden die Bewegungen, die die Katze bewusst ausführt gesteuert. Im Scheitellappen, im Hinterhauptlappen (visuelle und Sinneshaarreize) sowie im Riechkolben werden die von den Sinnesorganen übermittelten Eindrücke ausgewertet. Für Verhalten und Gedächtnis der Katze sind die Schläfenlappen zuständig. Das Kleinhirn der Katze steuert die Motorik. Das Gehirn von Hauskatzen ist übrigens etwas kleiner als das wilder Katzen. Grund hierfür ist, das bestimmte Bereiche des Gehirns nicht voll entwickelt werden (müssen), da das Leben bei und mit dem Menschen verschiedene Fähigkeiten der Katze wie z.B. die Jagd nur in geringem Umfange erfordert.
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Fotos: Melani Nolte
www.hexemelani.de
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